Die CvK lässt sich in Bezug auf die Produktion und Rezeption von digitalen Informationen in Synchrone CvK und Asynchrone CvK unterteilen. Bei der synchronen CvK wird von eienr zeitgleichen (oder mit einer minimalen verzögerten) Übermittlung der digitalen Informationen ausgegangen. Es setzt voraus, dass die Beteiligten Personen zur selben Zeit aktiv sein müssen, was bei der asynchronen CvK keine Voraussetzung ist, da die Beteiligten den Zeitpunkt ihrer Interaktion selbst wählen können.
| Typ der Kommunikation | Asynchrone Internet-Dienste | Synchrone Internet-Dienste |
| Individualkommunikation ; 1 : 1 | Internet-Telefonie Instant Messaging | |
| Gruppenkommunikation ; n : n | Mailinglisten Newsgroups Newsboards | Web-Chats Internet-Videokonferenzen Online-Spiele |
| Unikommunikation/ Massenkommunikation ; 1 : N | Websites | Websites |
Formen der synchronen und asynchronen CvK (Auswahl)
Asynchrone CvK
Die asynchrone Kommunikation zeichnet sich durch die zeitversetzte Aktivität aus, und kann als eine „Überwindung von Zeit und Raum“ verstanden werden. Aufgezeichnete oder auch geschriebene (Text-)Botschaften können zu einem späteren Zeitpunkt vom Empfänger abgerufen und zu einem beliebigen Zeitpunkt beantwortet werden, sodass die Beiträge durch die zeitliche Verzögerung in Ruhe ausgearbeitet werden und dadurch an inhaltlicher Tiefe und formalem Umpfang gewinnen können. Die ausgetauschten Daten können von einem Internetdienst in einen Zwischenspeicher kopiert werden und können zu beliebigen Zeiten (re-)produziert und rezipiert werden. Anders als bei der synchronen Kommunikation besteht keine Notwendigkeit der zeitgleichen Anwesenheit von Sender und Empfänger. Der Nachteil asynchronen CvK liegt in der ungenügenden Kontrollierbarkeit der Aufmerksamkeit des Empfängers, da der Sender keine Möglichkeit besitzt, die Aktivität seines Gegenübers zu überprüfen oder nachzuvollziehen.
Synchrone CvK
Zur synchronen computervermittelten Kommunikation gehören z.B. der Chat oder auch Videokonferenzen. Der Vorteil der synchronen CvK besteht darin, dass Sender und Empfänger zeitgleich anwesend sein müssen. Zu den bekanntesten synchrone CvK zählt der Chat, was übersetzt soviel heißt wie „plaudern“. Mit Hilfe eines Chats können theoretisch tausende von Usern gleichzeitig zu kommunizieren. Charakteristisch für den Chat ist, dass sich bis heute unter den Chattern eine eigene Sprache herausgebildet hat, wie z.B. aneinander gereihte Satzzeichen. Diese Zeichen dient der Darstellung von Zuständen, Mimiken und Gestiken.
Eine weitere synchrone Kommunikationsform ist die Videokonferenz. Hierbei handelt es sich um eine visuelle Kommunikationstechnologie, welche Bild, Ton und Anwenderdaten überträgt.
Zusammenfassung
Die auf das Internet basierende Kommunikations-Infrastruktur besteht aus einer Vielzahl vernetzter Computer und Übertragungsprotokollen, mit diversen Anwendungen und Diensten. Internet-Dienste werden durch ein eigenes Übertragungsprotokoll definiert (E-Mail), während Internet-Anwendungen mit Internet-Diensten gekoppelt werden (Mailinglisten auf Basis des E-Mail Dienstes).
Die einzelnen Dienste und Anwendungen lassen sich insofern zusammengehend beschreiben, alsdass sie sowohl zur Produktion, als auch zur Rezeption von Botschaften technische Geräte benötigen (Computer), wobei der Kommunikationsverlauf nicht technisch determiniert ist, sondern durch die beteiligten Medienorganisationen und Nutzergruppen in spezifischen sozialen Kontexten strukturiert und kontrolliert, sowie durch gesellschaftliche Aneignungsprozesse mit Bedeutung versehen wird (Döring, 2003).
Die wesentlichen Unterschiede im Bereich der digitalen Kommunikation, zwischen internen und externen Anspruchsgruppen, sollen im weiteren Verlaufsprozess, anhand des Projektmanagements aufgezeigt werden. Trotzdem sollte aber klar sein, dass eine klare Trennung der Internet-Anwendungen und Dienste wegen ihrer Vielfalt, Dynamik und Integrierbarkeit nicht möglich sein wird.
Große Teile der CvK, insbesondere organisationsinterne und geschäftliche Kommunikation, werden unter authentischen Personennamen oder unter Nutzernamen geführt, die eine eindeutige Identifikation natürlicher Personen erlauben. Hingegen bei Chatgroups oder auch Newsgroups findet eine pseudonyme Kommunikation statt. Durch die Wahl eines selbstgewählten Nicknames kann die Art der Selbstdarstellung eigens bestimmt werden. Dadurch kann es zu einer Vielzahl von Missbrauchsfällen kommen, bei der unter Angabe falscher Identitäten die Rechte Dritter verletzt werden können.
Computervermittelte Kommunikation ist auch in mehrfacher Hinsicht relevant für soziale Beziehungen. Auf kostengünstige und zeitsparende Weise ermöglichen sie nämlich die Pflege bereits bestehender sozialer Beziehungen, ebenso wie die Kontaktaufnahme zu unbekannten Menschen im Web 2.0. CvK zeigt sich also als ein Mittel, die sozialen Netzwerke zu stabilisieren und zu erweitern.
Stand: Die oben verwendete Grafik deutet auch den Abschluss des theoriegeleiteten Teils diesen Blogs an. Dort sind alle Elemente verwendet worden, die im Laufe der Theorie zusammengekommen sind. Von der Begriffsabgrenzung der digitalen Kommunikation, über die Theorien der CvK und den Theorien der Medienwahl, bis hin zur Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation. Alle diese Elemente wurden versucht im oberen Bild einzugliedern. Doch nach der theoretischen Fundierung kommt nun der praxisrelevante Teil des Blogs, in dem über die verschiedenen Aspekte der digitalen Kommunikation im PM berichtet werden soll.
Literatur:
Beck, K. (2006). Computervermittelte Kommunikation im Internet. Lehr- und Handbücher der Kommunikationswissenschaft. München
Döring, N. (2003). Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen: Hogrefe
Hey Denny. Super Zusammenfassung des Themas. Nun bin ich mal gespannt, wie ihr das Thema Projektmanagemet genauer angeht. Ich sehe hier einige Parallelen zu unserem Thema "Organisation des Studiums". Ich denke wir stellen einige Tools vor, die auch für euch hilfreich sind und andersherum. Schau doch einfach mal auf meinem Blog vorbei: http://blogs.tu-ilmenau.de/teamworkonline/ Liebe Grüße, Kathy
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