Mittwoch, 30. November 2011

Aufbau von Kommunikationsstrukturen

Im folgenden soll der Aufbau von Kommunikationsstrukturen beschrieben werden. Das ist insofern relevant, als dass hier der Grundstein für die weiteren Analysen gesetzt wird. Beschrieben werden hier die Strukturen des Team Ilm.Merch und welche Kommunikationswege bei uns gewählt worden sind.

Um Kommunikationsprozesse bei digitaler Kommunikation zu analysieren, muss zunächst eine Unterteilung in die verschiedenen Anspruchsgruppen erfolgen. Dabei lohnt sich folgende Gliederung:
Die erste Gruppe bildet die interne Kommunikation. Hier geht es um die Verarbeitung von Informationen innerhalb des Teams. Wie ist die Kommunikationsstruktur aufgebaut? Welche Formen der Kommunikation gibt es und welche Instrumente eignen sich am besten um die interne Kommunikation effektiv zu nutzen? Das sind alles Fragestellungen, die bei internen Kommunikationsansprüchen geklärt werden müssen.

Die zweite Gruppe beschäftigt sich mit der externen Kommunikation. Diese Gruppe muss nochmal in jeweils eine Einheit unterteilt werden. Einmal geht es um die externe Kommunikation, die sich ausschließlich mit dem Auftraggeber befasst. Die andere Form wäre die externe Kommunikation mit der Zielgruppe. Im Fall des Projektmanagements, dass sich mit dem Merchandise-Konzept der TU Ilmenau befasst, ist diese Gruppe eher zu vernachlässigen, da wir, abgesehen von einem durchzuführenden Fragebogen, nicht weitergehend mit der Zielgruppe kommunizieren. Das heißt für uns steht die zu analysierende Auftraggeberkommunikation im Vordergrund. Hier soll beobachtet werden, wie sich die Kommunikation mit dem Auftraggeber in seiner Form und Darstellung äußert. Dabei soll natürlich auch auf die verschiedenen Formen der CvK eingegangen werden.

  • interne Kommunikation (Gruppe)
  • externe Kommunikation (Auftraggeber)



Interne Kommunikation

Das Projektteam Ilm.Merch, welches sich mit der Konzeption eines neuen Shops für die TU Ilmenau befasst, besteht aus fünf Teammitgliedern. Die Struktur innerhalb des Teams sieht so aus, dass es einen Projektleiter gibt und innerhalb der Gruppe drei Subteams gebildet wurden, die sich mit spezifischen Aufgaben um das Projekt kümmern. Die Basis unserer internen Kommunikationswege bilden im wesentlichen drei Säulen, wobei zwei davon der digitalen Kommunikation zugeordnet werden können. Als digitale Kommunikationsformen haben wir Dropbox und Facebook für unser Projekt gewählt.

Facebook

Facebook bietet für uns die Möglichkeit sich schnell und einfach über ein digitales Medium / Social Media Plattform auszutauschen. Dafür wurde eigens eine Gruppe angelegt, in der nur eingeladenen Mitglieder die Kommunikationsinhalte einsehen können. Die Informationen, die hier in einer Gruppenspezifischen Funktion eingetragen werden, dienen vor allem kurzen Überblicksdaten, wozu Zeit und Ort des nächsten Treffens gehören, als auch kurze Anmerkungen zu Aufgabenverteilungen uns Status-Updates.
Die Auswahl von Facebook erfolgte aufgrund von rationaler, als auch normativer Medienwahl. Die rationale Entscheidung ist damit begründet, dass sich Facebok für uns am besten im Rahmen der sozialen und sachlichen Anforderungen eignet, um über kurze Wege Informationen auszutauschen. Einfluss auf die Medienwahl hatte auch ein normativer Aspekt, da von allen Teammitgliedern die Social Media Plattform Facebook aktiv genutzt, als auch als sinnvoll erachtet worden ist.

Dropbox

Bei der Dropbox handelt es sich um ein Netzwerk-Dateisystem für die Synchronisation von Dateien. Durch den Netzwerk-Charakter können Daten zwischen verschiedenen Benutzern bereitgestellt und gleichzeitig bearbeitet werden. Die Datensicherung über ein Online-System ermöglicht es, dass sämtliche Dokumente in einer Gruppe gespeichert werden und nicht individuell verteilt aund aufbewahrt werden müssen. Hier steht vorallem die normative Medienwahl im Vordergrund, weil die Anforderungen der digitalen Speicherung von Dokumenten hier am besten befriedigt werden.

Die Methode, die nicht über CvK hinausläuft, für uns aber auch einen wichtigen Bestandteil der internen Kommunikation ausmacht, ist das Briefing. Das Briefing hat den Vorteil, dass der Wert an Informationen deutlicher vermittelt werden kann. Die Face-to-Face Kommunikation ermöglicht es durch Sinnesmodalitäten Absichten und Ausdrücke deuticher zu kommunizieren. Hier wird auch besonders der Unterschied zwischen synchroner – und asynchroner Kommunikation deutlich. Während die Internetdienste Facebook und Dropbox über asynchronen Kommunikation beschrieben werden können, weil hier einer zeitversetzte Kommunikation der Informationen stattfindet, handelt es sich bei einer Face-to-Face Situation, wie dem Briefing, um synchrone Kommunikation.
Allerdings sollte an dieser Stelle diskutiert werden, ob die synchrone Kommunikation hier tatsächlich Bestandteil der Untersuchung ist, weil es sich in meinen Augen nicht um den Punkt der digitalen Kommunikation im Projektmanagement handelt, sondern um eine Situation, die außerhalb der digitalen Welt erlebt wird. Für Kommentare und Beiträge diesbezüglich wäre ich durchaus aufgeschlossen und würde mich hier für den Diskurs öffnen.


Externe Kommunikation


Der letzte Diskussionspunkt bringt auch eine direkte Überleitung zur externen Kommunikation. Die Kommunikation mit unserem Auftraggeber, der TU Ilmenau, basiert im wesentlichen auf zwei Kommunikationsknoten. Vorangestellt ist auch hier das Briefing, dass in der Regel alle zwei bis drei Wochen stattfinden soll, bzw. nach Bedarf vereinbart wird. Auch hier schließt sich die selbe Diskssion an, ob es sich bei dieser Form der synchronen Kommunikation um eine Art der digitalen Kommunikation handelt. Auch hier findet der Austausch in einer Face-to-Face Situation statt. Die Übermittlung von Informationen und Status-Updates findet hier ihre effektivste Form, weil auch Probleme und eventuelle Nachfragen sofort besprochen werden können, ohne das der Austausch über asynchrone Medien erfolgen müsste.

E-Mail

Die wohl älteste und bekannteste Form der digitalen Kommunikationsübertragung stellt die elektronische Post, auch beknnt als E-Mail, dar. Auf der Ebene der CvK ist die E-Mail das Medium, dass gebraucht wird, um mit den Projektauftraggebern zu kommunizieren. Hier wird eine ähnliche Aufgabe erfüllt, wie sie Facebook bei der internen Kommunikation einnimmt. Die Kommunikation über E-Mail ist für die Vereinbarung von Terminen angedacht. Diese Form der asynchronen Kommunikation ist für uns insofern als verständlich anzusehen, weil wir mit einem klassischen Medium auch eher mit Personen reiferen Alters kommunizieren können. Das heißt die Alterskomponente und die Etabliertheit des Mediums sind für uns von entscheidene Bedeutung, weshlab wir dieses Medium ausgesucht haben. Dabei wird auch deutlich, dass es sich bei dieser Medienwahl um interpersonale Faktoren handelt, weil die E-Mail die Schnittstelle zwischen den Projektauftraggebern und uns, also den Bearbeitern des Projekts, darstellt. Deshlab war die Einigung für uns auch selbstverständlich, weil sich der Verkehr über E-Mails am besten regeln lässt.

Diskussion: An dieser Stelle wäre es natürlich interessant zu lesen, wie andere Grupen mit internen und externen Anspruchsgruppen kommunizieren. Wie läuft diese Kommunikation bei euch ab und vor allem, welche digitalen Medien / Plattformen verwendet ihr dabei, um den Austausch von Daten und Informationen zu steuern. Ich bin auf eure Meinungen gespannt und bereit mit euch darüber in den Dialog zu gehen.





Freitag, 25. November 2011

Synchrone- und Asynchrone CvK

Die CvK lässt sich in Bezug auf die Produktion und Rezeption von digitalen Informationen in Synchrone CvK und Asynchrone CvK unterteilen. Bei der synchronen CvK wird von eienr zeitgleichen (oder mit einer minimalen verzögerten) Übermittlung der digitalen Informationen ausgegangen. Es setzt voraus, dass die Beteiligten Personen zur selben Zeit aktiv sein müssen, was bei der asynchronen CvK keine Voraussetzung ist, da die Beteiligten den Zeitpunkt ihrer Interaktion selbst wählen können.



Typ der Kommunikation Asynchrone Internet-Dienste Synchrone Internet-Dienste
Individualkommunikation ; 1 : 1 E-Mail Internet-Telefonie
Instant Messaging
Gruppenkommunikation ; n : n Mailinglisten
Newsgroups
Newsboards
Web-Chats
Internet-Videokonferenzen
Online-Spiele
Unikommunikation/ Massenkommunikation ; 1 : N Websites Websites
Formen der synchronen und asynchronen CvK (Auswahl)

Asynchrone CvK

Die asynchrone Kommunikation zeichnet sich durch die zeitversetzte Aktivität aus, und kann als eine „Überwindung von Zeit und Raum“ verstanden werden. Aufgezeichnete oder auch geschriebene (Text-)Botschaften können zu einem späteren Zeitpunkt vom Empfänger abgerufen und zu einem beliebigen Zeitpunkt beantwortet werden, sodass die Beiträge durch die zeitliche Verzögerung in Ruhe ausgearbeitet werden und dadurch an inhaltlicher Tiefe und formalem Umpfang gewinnen können. Die ausgetauschten Daten können von einem Internetdienst in einen Zwischenspeicher kopiert werden und können zu beliebigen Zeiten (re-)produziert und rezipiert werden. Anders als bei der synchronen Kommunikation besteht keine Notwendigkeit der zeitgleichen Anwesenheit von Sender und Empfänger. Der Nachteil asynchronen CvK liegt in der ungenügenden Kontrollierbarkeit der Aufmerksamkeit des Empfängers, da der Sender keine Möglichkeit besitzt, die Aktivität seines Gegenübers zu überprüfen oder nachzuvollziehen.

Synchrone CvK


Zur synchronen computervermittelten Kommunikation gehören z.B. der Chat oder auch Videokonferenzen. Der Vorteil der synchronen CvK besteht darin, dass Sender und Empfänger zeitgleich anwesend sein müssen. Zu den bekanntesten synchrone CvK zählt der Chat, was übersetzt soviel heißt wie „plaudern“. Mit Hilfe eines Chats können theoretisch tausende von Usern gleichzeitig zu kommunizieren. Charakteristisch für den Chat ist, dass sich bis heute unter den Chattern eine eigene Sprache herausgebildet hat, wie z.B. aneinander gereihte Satzzeichen. Diese Zeichen dient der Darstellung von Zuständen, Mimiken und Gestiken.
Eine weitere synchrone Kommunikationsform ist die Videokonferenz. Hierbei handelt es sich um eine visuelle Kommunikationstechnologie, welche Bild, Ton und Anwenderdaten überträgt.



Zusammenfassung

Die auf das Internet basierende Kommunikations-Infrastruktur besteht aus einer Vielzahl vernetzter Computer und Übertragungsprotokollen, mit diversen Anwendungen und Diensten. Internet-Dienste werden durch ein eigenes Übertragungsprotokoll definiert (E-Mail), während Internet-Anwendungen mit Internet-Diensten gekoppelt werden (Mailinglisten auf Basis des E-Mail Dienstes).
Die einzelnen Dienste und Anwendungen lassen sich insofern zusammengehend beschreiben, alsdass sie sowohl zur Produktion, als auch zur Rezeption von Botschaften technische Geräte benötigen (Computer), wobei der Kommunikationsverlauf nicht technisch determiniert ist, sondern durch die beteiligten Medienorganisationen und Nutzergruppen in spezifischen sozialen Kontexten strukturiert und kontrolliert, sowie durch gesellschaftliche Aneignungsprozesse mit Bedeutung versehen wird (Döring, 2003).
Die wesentlichen Unterschiede im Bereich der digitalen Kommunikation, zwischen internen und externen Anspruchsgruppen, sollen im weiteren Verlaufsprozess, anhand des Projektmanagements aufgezeigt werden. Trotzdem sollte aber klar sein, dass eine klare Trennung der Internet-Anwendungen und Dienste wegen ihrer Vielfalt, Dynamik und Integrierbarkeit nicht möglich sein wird.

Große Teile der CvK, insbesondere organisationsinterne und geschäftliche Kommunikation, werden unter authentischen Personennamen oder unter Nutzernamen geführt, die eine eindeutige Identifikation natürlicher Personen erlauben. Hingegen bei Chatgroups oder auch Newsgroups findet eine pseudonyme Kommunikation statt. Durch die Wahl eines selbstgewählten Nicknames kann die Art der Selbstdarstellung eigens bestimmt werden. Dadurch kann es zu einer Vielzahl von Missbrauchsfällen kommen, bei der unter Angabe falscher Identitäten die Rechte Dritter verletzt werden können.

Computervermittelte Kommunikation ist auch in mehrfacher Hinsicht relevant für soziale Beziehungen. Auf kostengünstige und zeitsparende Weise ermöglichen sie nämlich die Pflege bereits bestehender sozialer Beziehungen, ebenso wie die Kontaktaufnahme zu unbekannten Menschen im Web 2.0. CvK zeigt sich also als ein Mittel, die sozialen Netzwerke zu stabilisieren und zu erweitern.

Stand: Die oben verwendete Grafik deutet auch den Abschluss des theoriegeleiteten Teils diesen Blogs an. Dort sind alle Elemente verwendet worden, die im Laufe der Theorie zusammengekommen sind. Von der Begriffsabgrenzung der digitalen Kommunikation, über die Theorien der CvK und den Theorien der Medienwahl, bis hin zur Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen synchroner und asynchroner Kommunikation. Alle diese Elemente wurden versucht im oberen Bild einzugliedern. Doch nach der theoretischen Fundierung kommt nun der praxisrelevante Teil des Blogs, in dem über die verschiedenen Aspekte der digitalen Kommunikation im PM berichtet werden soll.


Literatur:

Beck, K. (2006). Computervermittelte Kommunikation im Internet. Lehr- und Handbücher der Kommunikationswissenschaft. München


Döring, N. (2003). Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen: Hogrefe

Mittwoch, 23. November 2011

Theorien der CvK

Theorien zur Medienwahl

Instinktiv wird bei der Auswahl von Kommunikationsangeboten vermehrt auf die neuen Medien gesetzt. Anstatt zu telefonieren, wird heute geskypt, statt des Abschicken eines Briefes, schreiben wir lieber eine E-Mail. Die Entscheidungsfindung für ein bestimmtest Medium ist uns häufig nicht bewusst, sondern ein Reflex der neuen und angepassten Gewohnheiten, die wir uns im laufe der Zeit angeeignet haben. Die nachfolgenden Theorien sollen sich aber vor allem mit den bewussten Medienwahl-Entscheidungen befassen, die aufgrund von rationalen Kalküls, sozialer Normen und oder interpersonaler Abstimmungen getroffen werden.

Rationale Medienwahl

Von einer rationalen Medienwahl wird gesprochen, wenn in einer bestimmten Situation immer das Medium gewählt wird, dass den sachlichen und sozialen Anforderungen der Kommunikationsaufgabe am besten gerecht wird (media appropriateness). Auch wenn es bei der Suche nach der Medienwahl, unter Berücksichtigung der Gratifikationssuche, um die Befriedigung bestimmter Bedürfnisse nach Information, Unterhaltung oder sozialer Interaktion geht (Blumler, 1979), erfolgt dies nach einem rationalen Kosten-Nutzen Kalkül (Döring, 2003).
Die Theorien der rationalen Medienwahl gehen davon aus, dass bei der medialen Vermittlung die interpersonale Kommunikation aus subjektiver Sicht verarmt.

Normative Medienwahl

Die Theorie der normativen Medienwahl geht davon aus, dass Medienwahlen im Alltag druch Bedienungskompetenz und soziale Normen bestimmt sind. Wenn in einem Arbeitskreis ein bestimmtes Medium als besondern nützlich angesehen wird, passt sich unsere eigene Medienbewertung-/nutzung diesen Vorgaben an (Hiltz, 1984).

Interpersonale Medienwahl

Die individuellen Medienwahlentscheidungen müssen nicht nur mit den sozialen Normen der Bezugsgruppe harmonieren, sondern vor allem, gemäß dem Modell der interpersonalen Kommunikation, auf den anderen Kommunikationspartner abgestimmt bzw. angepasst werden. Durch die Ambivalenz der verschiedenen Medinpräferenzen kann sowohl die bestimmte Medienwahl entzogen werden, aber auch eine Medienwahl aufgedrängt werden. Der Erfolg medialer Kommunikation ist insbesondere davon abhängig, wie gut die beteiligten Personen ihre jeweiligen Medienpräferenzen vereinbaren können (Döring, 2003).


Literatur:

Blumler, J.G. (1979). The role of theory in uses and gratifications studies. Communication Research, 1, 9-36.

Döring, N. (2003). Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen: Hogrefe

Hiltz, S.R. (1984). Online Communities. A case Study of the Office of the future. Norwood: Ablex

Freitag, 18. November 2011

Computervermittelte Kommunikation (CvK)

Ausgehend vom letzten Blogeintrag, haben wir gelernt, dass digitale Kommunikation als Kommunikation mit Hilfe digitaler Medien, insbesondere dem Internet, verstanden wird. Außerdem besitzt digitale Kommunikation ein Spektrum aus mehreren Schichten, welche sich untereinander überschneiden. Nach Grimm wird eine Unterteilung in Informatik und Philosophie vorgenommen, die den Kern der digitalen Kommunikation ausmachen.

Da digitae Kommunikation das Zentrum der Lehrveranstaltung bildet, muss im weiteren geschaut werden, welche Themengebiete und Forschungsschwerpunkte sich thematisch an die digitale Kommunikation angliedern lassen. Zwei Forschungsschwerpunkte, die sich ausgehend von der digitalen Kommunikation herausgebildet haben, sind zum einen die Mensch-Maschine-Kommunikation (MMK) und die Computervermittelte Kommunikation (CvK).
Die Mensch-Maschine Kommunikation stellt die Kommunikationsschnittstelle zwischen Mensch und Computer dar. Da es uns aber vorallem um den Schwerpunkt der Kommunikation zwischen Menschen über die digitale Medien geht, wird hier die CvK eine übergeordnete Rolle spielen.

Anhand von drei Kriterien soll zunächst versucht werden CvK weitergehend aufzugliedern, um für die weitere Forschung auf wesentliche Unterschiede hinzuweisen.

1.Zeitdimension: Die CvK lässt sich in Bezug auf die Produktion und Rezeption von digitalen Informationen in Synchrone CvK und Asynchrone CvK unterteilen. Bei der synchronen CvK wird von eienr zeitgleichen (oder mit einer minimalen verzögerten) Übermittlung der digitalen Inforamtionen  ausgegangen. Das betrifft z.B. Formate wie den Chat oder die Videokonferenz. Es setzt aber gleichermaßen voraus, dass die Beteiligten Personen zur selben Zeit aktiv sein müssen, was bei der asynchronen CvK keine Voraussetzung ist, da die Beteiligten den Zeitpunkt ihrer Interaktion selbst wählen können, z.B beim Schreiben von E-Mails oder den Einträgen in Blogs oder Foren.
Die Unterscheidung in synchrone und asanchrone CvK ist deshalb von großer Wichtigkeit, da sich ihre Ausprägungen auch in den Arten der CvK wiederspiegeln werden, wie im Blog-Beitrag ( Synchrone- und Asynchrone CvK) zu sehen sein wird.

2.Arten: Die CvK lässt sich in drei für uns relevante Arten einteilen.
Die 1:1 Kommunikation, oder auch Individualkommunikation besagt, dass eine Person mit einer anderen Personen über das Internet kommuniziert (interpersonal). Anwendung würde das beim Schreiben von E-Mails finden.
Unter 1:N Kommunikation wird Unikommunikation oder Massenkommunikation verstanden, bei der eine Person mit einer Vielzahl von anderen Personen kommuniziert, wie zum Beispiel bei einer Website.
Die Gruppenkommunikation oder auch n : n Kommunikation bezieht sich auf das Kommunizieren von vielen Personen, zu einer Vielzahl vieler anderer Personen, wie bei Mailinglisten oder auch Newsgroups.

3.Formen: Bereits bei den Arten lassen sich die Formen der CvK ableiten. Interpersonal (1:1), Unikommunikation/Massenkommunikation (1:N) und Gruppenkommunikation (n : n). Optional könnte man auch die Intrapersonale Kommunikation einfließen lassen, sie wird aber für diesen weiteren Forschungsstand keine weitere Rolle spielen.

Dienstag, 8. November 2011

Digitale Kommunikation - Definition und Begriffsabgrenzung

Das Wort Kommunikation stammt von dem lateinischen „communicatio“ ab und lässt sich durch seinen Wortstamm als gemeinsam („communis“) oder auch teilen bzw. mitteilen („communicare“) beschreiben. Eine weitere Ausdehnung, würde aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, auf Watzlawick verweisen, der innerhlab seiner Kommunikationstheorie die These aufgestellt hat „man kann nicht nicht kommunizieren.“. Sobald die Wahrnehmung zweier Personen voneinander einsetzt, entsteht automatisch ein Kommunikationsverhältnis zueinander. Dabei werden sowohl verbale, als auch nonverbale Zeichen als Form der Kommunikation angesehen.
Hingegen wird das Wort Digitale Kommunikation als Kommunikation mit Hilfe digitaler Medien verstanden. Unter digitalen Medien wird vor allem das Internet verstanden. Das die Kommunikation an sich ebenfalls als digital gesehen wird, bedeutet in diesem Fall, dass die Kommunikation über digitale Medien eine andere ist (Grimm, 2005).
Eine Besonderheit sieht Grimm darin, dass die Menschen durch das Internet getrennt, gleichzeitig aber auch verbunden werden. Die Nähe entstehe durch den „raum-und zeitübergreifenden Zugang zum Netzt“, welcher den Menschen ermöglicht jederzeit mit jedem zu interagieren. Die Distanz enstehe durch „den Verlust der sinnlichen Wahrnehmung“, als auch der „physischen Präsenz“. Die Neuartigkeit der Kommunikation über die digitalen Medien rechtfertigt auch ihre Bezeichnung als digitale Kommunikation. (Grimm, 2005)

Durch die zunehmende Vernetzung, die sich seit den Neunziger Jahren ausbreitet, entstanden viele Kommunikationsnetze und interaktive Räume der digitalen Kommunikation. So kann nicht nur Musik über das Internet heruntergeladen werden, auch Reisen sind absofort online buchbar, Sachen können über das Internet verkauft werden und auch die elektronische Bezahlung nimmt immer größere Formen an. Wohlgemerkt haben alle diese genannten Bereich etwas mit e-commerce zu tun. Der Online-Handel ist auch eine Nische der digitalen Kommunikation geworden, über dessen Verbreitung sowohl Verbraucher als auch die Unternehmer profitieren. Wie schnell sich dieses Geschäftsfeld ausbreitet und wie rasend der Aufschwung des Geldflusses über das Internet voranschreitet, zeigt auch folgender Link von http://www.ibusiness.de

Demnach kommt im Jahr 2020 bereits jeder fünfte Euro im Einzelhandel aus dem Web.

Um Kommunikation im einzelnen zu zerlegen befasst sich Grimm (2005) mit dem Sender-Medium-Empfänger Modell. Wichtig für den Blickpunkt der digitalen Kommunikation hält er das Medium der Kommunikation, die im technisch-informatischen, als auch im sprachlichen Sinne unterteilt werden kann. Für ihn liegt das Zentrum der digitalen Kommunikation zwischen der Philosophie (Sprache und Verständnis der Welt) und der Informatik (Datenorganisation).

Literatur:
Grimm, R. (2005). Digitale Kommunikation. Oldenbourg