Sonntag, 29. Januar 2012

Die Zukunft des Projektmanagements

Wie von meinem Freund Eric bereits erwartet (siehe 1.Kommentar), folgt nun ein kleiner Ausblick auf die Zukunft des Projektmanagements und ein kleines Fazit meines eigenen Projekts. Das hier wird inhaltlich mein letzter Beitrag sein, es wird danach lediglich ein globales Literaturverzeichnis online gestellt, welches alle verwendeten Quellen anzeigen wird. 

Die Praxisrelevanz von Projektmanagement ist nicht zu leugnen. Sie stellt ein großes und komplexes Gebilde dar, welches ständigen Anpassungsprozessen unterworfen ist. Planung, Steuerung und Kontrolle sind die Schlagworte, die Projektmanagement am weitesten fassen und versuchen zu erklären. Die einzelnen Bestandteile des PM zu erläutern wäre zu weitläufig, weshalb nur kurz umrissen werden soll, wie PM in der Zukunft aussehen kann und welches Rolle dabei die (digitale) Kommunikation spielt. 

Projekte sind eine Art innovative Antwort der Unternehmensorganisation auf die Dynamik temporaler Komplexität von Märkten. Im Zeichen von zunehmendem Zeitdruck, globalen Vernetzungen, Risikosteigerungen, Innovations- und Anpassungsdruck, reagieren Organisationen wie Märkte.“(Siegmund, 2005). Was bedeutet das für die Kommunikation im Projektmanagement?
Die Schnelllebigkeit der globalisierten Welt erfordert neue Ansprüche was Kommunikation angeht. Eine Übersicht, was Kommunikation und alle Teilaspekte ausmachen sollte, wird in einer Grafik von Kessler und Winkelhofer verdeutlicht (siehe Abb.1). Alle hier genannten Teilaspekte können sowohl auf die interne, als auch auf die externe Kommunikation übertragen werden. Wichtig sollte dabei zu verstehen sein, dass Kommunikation immer mehrdimensional zu betrachten ist und verschiedene Teilaspekte in sich vereint. Vom Aufbau von Netzwerken, über die Pflege von Beziehungen, bis hin zur Bewältigung von Konflikten, sind alle Ebenen dabei, die sich erfolgreicher Kommunikation stellen muss. 



(Abb.: Projektmanagement als Kommunikation ; Quelle: Kessler/ Winkelhofer: Projektmanagement, 2002, S.153ff.)


Erkenntnisse/ Zielerreichung:

  • Im Verlauf des Blogs haben wir festgestellt, dass (digitale) Kommunikation sowohl symmetrisch, als auch asymmetrisch ablaufen kann.
  • Dass es sinnvoll erscheint, dass man zwischen interner und externer Kommunikation und deren Ansprüchen unterscheidet (Stakeholder)
  • Dass Theorien der Medienwahl eine große Rolle bei der Unterscheidung, vor allem aber bei der Auswahl, digitaler Kommunikationswege spielen
  • Dass Leitungssysteme und Hierarchien direkten Einfluss auf interne Kommunikation nehmen
  • Dass es durchaus einen Mehrwert darstellt, wenn man Tools verwendet, die mehrere Kommunikationsfuktionen übernhemen, anstatt auf viele spezielle Kommunikationspuzzleteile zurückzugreifen
  • oder aber, dass es je nach Projektgröße abzuwägen gilt, ob man auf externe Dienstleister oder eine eigene IT-Infrastruktur zurückgreift


Das alles stellt nur einen kleinen Teilsapket des großen Gesamtbildes PM dar. Und trotzdem hat es den Anschein, als könnte man über die Kommunikationsstandars des PM viel weiter und tiefer forschen. Einen Teil dazu trägt auch die zunehmende Digitalisierung und Technisierung der neuen Medien bei. Die sich immer wieder neu erschließenden Kommunikationswege zeigen immer weitere und tiefere Perspektiven im Umgang mit digitaler Kommunikation auf. Deshalb wird auf bald dieser Formatisierungs-und Anpassungsprozess auch nicht aufhören. Digitale Kommunikation entwickickelt sich immer weiter, so wie sich auch PM immer weiter verändern und anpassen wird. Deshalb fällt es auch schwierig genauere Ausblicke zu liefern. Alles was hier steht ist eine Momentaufnahme des PM 2012.


(Abb.: Grafik über die Einsatzfelder von AMW Studenten; Quelle: Siegmund, I.: Berufsfeldspezifische Anforderungen der Medienunternehmen, 2003, S.115)


Wenn wir jetzt PM noch etwas globaler betrachten wollen, dann stellt sich noch die Frage nach der Relevanz des Projektmanagements in der Realität. Das diese unbestritten ist, zeigte bereits die Stellenausschreibung (Link). Aber in welcher Größe sich das Ausmaß abspielt, könnte die abgebildete Grafik von Siegmund (2003, S.115) darstellen. Hier wird illustriert, dass Medienwissenschaftler besonders beim Projektmanagement in Medienunternehmen zu erwarten sind. Auch wenn der Stichprobenumfang etwas klein ist, zeigt es trotzdem auf, dass sich für einen bestimmten Teil der AMW-Absolventen das Berufsfeld mit dem Projektmanagement decken wird. Und die allgemein erworbenen Kenntnisse und der Einblick in PM-Strukturen zeigt auch deutlich das vernetzte Denken und die interdisziplinären Vorgaben auf, für welches die AMW-Studenten besonders trainiert werden.


Mit dem vorläufigen Abschluss des gleichnamigen Fachs PM, kann hier auch ein kleines Fazit, unter Berücksichtigung des Kommunikationsaspekts, gezogen werden. Die von uns gewählten Standards Facebook und Dropbox (intern) und E-Mail (extern), haben sich für den Rahmen, in dem unser Projekt stattfinden sollte, absolut bewährt. Nachrichtenüber-und vermittlung, als auch das Speichern und bearbeiten von Daten waren für unser Projekt und seine Größe angemessen. Sicherlich hätte auch ein größerer Aufwand des Projekts andere Standards erfordert. Für den gegebenen Rahmen waren sie aber ausreichend, wie auch die Kommunikation mit unseren PAG, die über E-Mails kontaktiert wurden und im persönlichen Treffen dann zum näheren Informationsaustausch geladen hatten. Zu bemängeln gab es lediglich organisatorische Aspekte, dessen Ursache aber nicht in den digitalen Kommunikationswegen zu suchen ist, sondern eher in der Einstellung mancher Teammitglieder.

Alles in allem bin ich zufrieden über den Ablauf und den hier erbrachten Blogger-Leistungen und glaube, dass die gesetzten Ziele, die am Anfang des Semesters die Ansprüche definiert haben, erreicht worden sind.

Diskussion: Ein letztes mal möchte ich euch die Möglichkeit geben mit mir in den Dialog zu gehen. Dabei sei es frei gestellt, ob ihr über den Blog-Verlauf etwas schreiben wollt, Sachen die euch aufgefallen sind oder zum aktuellen Posting konkrete Hinweise habt, wie für euch die Zukunft des Projektmanagement aussieht. Ich möchte mich hier nochmals für alle Kommentare und Hinweise bedanken, die mich im laufe der Zeit erreicht haben. Merci!

Quellen:

Kessler, H.; Winkelhofer, G.A. (2002). Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten. Regensburger Verbund-Klassifikation.

Siegmund, I. (2003). Berufsfeldspezifische Anforderungen der Medienunternehmen.Ilmenau.

Siegmund, I. (2005). Entwerfen und Entwickeln. Projektmanagement als Innovationsmanagement. Ilmenau.

2 Kommentare:

  1. hab jetzt mal auf deinen sozialterrorist blog geschaut, aber ich weiß nich wirklich was ich da kommentieren soll, das erscheint mir alles n bisschen zu fachlich, hab nich wirklich deine analysen da nachvollziehn können, also nehms mir nich übel.

    AntwortenLöschen
  2. Hey Nino,
    schade, dass du hier keinen Diskussionspunkt in diesem Blog gefunden hast. Gerade mit Dir hätte ich gerne eine kontroverse Debatte geführt. Wenn Dir noch was ins Auge fällt, kannst du einen Kommentar hinterlassen.

    Grüße nach Paris,
    Denny

    AntwortenLöschen