Sonntag, 11. Dezember 2011

Nutzwertanalyse

Nachdem ich bei Kathy's Lerncommunity (Blog: http://blogs.tu-ilmenau.de/teamworkonline/) gesehen habe, dass sie zur Studienorganisation verschiedene Online-Plattformen mit Hilfe einer Nutzwertanalyse bewertet haben, dachte ich mir, dass ich dieses Konzept auch bei mir anwenden könnte. Dafür möchte ich die Mittel unserer eigenen, im Projektmanagement angewendeten, internen Kommunikationskanäle mit Hilfe dieser Nutzwertanalyse durchführen. Auch wenn die Tabelle beiden Altenativen, nämlich Facebook-Gruppen und die Dropbox aufweist, geht es nicht um einen primären Vergleich beider Plattformen, welche sich besser eignet, weil sie grundsätzlich für völlig verschiedene Sachverhalte eingesetzt werden. Der Vergleich richtet sich also nicht einer direkten Gegenüberstellung. Trotzdem soll anhand des Endergebnisses bewertet werden, wie effektiv beide Plattformen innerhalb der Zielerfüllung für unser Projekt sind.
Dazu gehört auch, dass die Transparenz der Bewertung offen liegt und auch diskutiert werden kann. Im folgenden sollen die Nutzwertkriterien vorgestellt werden, zusammenhängend mit dem entsprechenden Gewichtungsfaktor (g).

             - Nutzwertkriterien - 


Ein Punkt, der mir bei Kathy's Lerncommunity leider gefehlt hat, war die Beschreibung der Nutzwertkriterien. Schließlich bildet das in meinen Augen die Basis der Bewertung. In jedem Fal würde ich dieses empfehlen, um die Transparenz der Bewertung zu steigern.

Nun aber zu meiner Aufschlüsselung der Bewertung.

Einfachheit/ Bedienbarkeit: Ein wesentliches Kriterium zur Bewertung von Online-Tools ist die Komplexität des Programms. Hier genannt unter Einfachheit/ Bedienbarkeit. Im Endeffekt ist dieses Kriterium auch deshlab mit 0,25 gewichtet worden, weil viele Programme, hinsichtlich ihrer Nutzung einfach zu handhaben sein müssen, wenn sie von einer großen Masse genutzt werden soll.

Funktionalität: Die Funktionalität des Programmes schließt sich nahtlos an die Einfachheit der Bedienung an. Unter Funktionalität wird hier die Vilefalt und die Gebrauchstauglichkeit des Online-Tools bewertet. Die Gewichtung mit 0,2 entspricht ebenfalls dessen Anforderungen.

Sicherheit: Ein Kernaspekt der Bewertung von Online-Plattformen spiegelt sich auch immer in der Sicherheit wieder. Wie können und werden die Daten, die bereitwillig ins Netz gestellt werden, geschützt werden. Die Sicherheitspolitik vieler großer Unternehmen stehen auch zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Deshlab soll hier kritisch hinterfragt werden, wie vertrauliche Daten sicherheitspolitisch geschützt werden. Nicht nur aufgrund der Brisanz, sondern vorallem auch aufgrund des öffentlichen Interesses erhält der Sicherheitsaspekt die Gewichtung 0,25.

Anmeldungsmodalitäten: Mit einer Gewichtung von 0,1 ist das Kriterium Anmeldungsmodalitäten am schwächsten ausgeprägt. Inwieweit das ein Hindernis für die allgemeine Bewertung darstellt, wird sich im laufe der Untersuchung zeigen. Vieles wird gerade mit dem Bereich Sicherheit zusammenhängen.

Preis: Die letzte aufgestellte Kategorie, der Preis, wurde mit 0,2 bewertet. Ob es kostenpflichtige Angebote gibt wurde dahingehend bewertet, da es aus studienorganisationsatorischen Gesichtspunkten wenig Bereitschaft gibt, für z.B. Sicherheitsaspekte, viel Geld auszugeben.

Verlauf: Nachdem alle Nutzwertkriterien einen Gewichungsfaktor (g) zugewiesen bekommen haben, werden nun alle Kriterien am konkreten Beispiel untersucht. Die Bewertung erfolgt anhand einer Skala von 0 – 10, wobei die 0 eine sehr schlechte Einschätzung des Sachverhalts bedeutet, während die 10 für eine sehr gute Einschätzung der Lage steht. Die Faktoren (x1) werden dann mit dem Gewichtungsfaktor (g) multipliziert. Am Ende ergibt sich ein Wert zwischen 0 und 10, der Aussage darüber geben kann, inwieweit die internen Kommunikationskanäle für ihre Aufgaben prädistiniert sind und wo mögliche Schwächen offenbart werden können.


Lösungsalternativen
GF
Facebook-Gruppen
Dropbox
Nutzwertkriterien
g
x 1
x 1 * g
x 1
x 1 * g
Einfachheit / Bedienbarkeit
0,25
9
2,25
9
2,25
Funktionalität
0,2
6
1,2
8
1,6
Sicherheit
0,25
3
0,75
5
1,5
Anmeldungsmodalitäten
0,1
7
0,7
7
0,7
Preis
0,2
10
2
8
1,6
Summe
1

6,9

7,65

Legende:

0 - 3 ; schlechte Einschätzung

4 - 5 ; mittlere Einschätzung

6 – 8 ; gute Einschätzung

9 -10 ; sehr gute Einschätzung

GF: Gewichtungsfaktor (g)

                 - Ergebnisse -


Einfachheit/ Bedienbarkeit: Beide Tools schneiden hier in etwa gleich ab. Bei Facebook ist das Anlegen von Gruppen und dem Hinzufügen von Mitgliedern sehr simpel und leicht verständlich. Das Posten von Kommentaren oder auch dem Hinzufügen von Bildern unterscheidet sich nicht von dem normalen Gebrauch von Facebook. Auch bei der Dropbox erkennt man in wenigen Minuten wie der Webdienst funktioniert. Auf der Startseite findet man sofort die wesentlichen Eigenschaften, wie mit der Dropbox gearbeitet wird und welche Funktionen das System umfasst.

Funktionalität: Bei Facebook wird sofort deutlich, dass es hier nur um dem Austausch von Kurzinformationen geht. Zwar können Docs hochgeladen werden, allerdings nur in Reinform per Schrift, aber keine Datenelemnete wie pdf's. Insofern ist die Kennzeichnung zwar anders, es könnte sich dann aber ebenfalls um einen Post handeln. Zusätzlich können Bilder hochgeladen werden und Umfragen können eingestellt werden. Insgesamt gesehen erfüllt es zwar seinen Zweck aus kurzfristiges interaktives Kommunikationsmedium, mehr aber auch nicht. Der Vorteil der Dropbox liegt klar auf der Hand. Daten können online synchronisiert und von verschiedenen Rechnern aus bearbeitet werden. Durch die Freigabe von Ordnern für Freunde oder dem Teilen von Elementen ist es möglich sämtliche Dokumente digital zu speichern und ständig darauf zugreifen zu können. Der Speicherplatz der Daten ist abhängig von verschiedenen Aufgaben, die man erfüllen müsste, um zusätzlichen Speicherplatz zu generieren (z.b das Werben neuer Mitglieder). Aber auch sonst reicht der Speicherplatz vollkommen für normale Datenspeicherung aus.

Sicherheit: In Sachen Datenschutz gibt es bei Facebook viel aufzuarbeiten. Zwar wird ausgehend von den Gründern immer betont, dass ein kompletter Schutz in sozialen Netzwerken nur schwer möglich sei, doch die Auflistung der Mängel erstreckt sich über eine ganze Weile. So können zum Beispiel anonyme Profile eröffnet werden, da sie keiner personalisierten Kontrolle erfolgen. Außerdem wir der angegebene E-Mail Kontakt nicht sofort überprüft, was bedeutet, dass über andere E-Mails die Freundesliste, mit der die Person in Kontakt steht, beobachtet werden kann. Weitere Fälle erstrecken sich von der Weitergabe von Nutzerdaten, bis hin zur personlisierten Werbung. Eine Beurteilung der Stiftung Warentest zur Wsicherheit sozialer Netzwerke gibt es hier: (Stiftung Warentest)Bei Dropbox sieht es ähnlich kritisch aus. Durch externe Zugriffe auf den Client können Daten eingelesen, verändert und gelöscht werden. Dateien auf dem Dropbox-Server sind zwar verschlüsselt, können aber auch durch Zugriffe auf diesen beschädigt werden.

Anmeldungsmodalitäten: Bei beiden Plattformen ist es einfach und unkompliziert sich anzumelden. Das größere Hindernis, welches wohl Facebook darstellen wird, ist die Tatsache, dass man bei Facebook angemeldet sein muss. Aufgrund der sicherheitspolitischen Aspekte könnte es hier zu Einschränkungen der Nutzung geben, weil es trotz des großen Booms immer noch viele gibt, die Facebook boykottieren.

Preis: Beide Dienste sind grundsätzlich kostenlos. Bei Facebook gibt es keine Kosten, während bei der Dropbox zusätzlicher Webspace erkauft werden kann 50 GB für 9,99$ /Monat oder 50 GB für 99,00$ /Jahr. Wenn es sich z.B. um größere Filmprojekte handelt, die zusätzlichen Speicherplatz benötigen wäre diese Option sinnvoll. Zum normalen arbeiten im Studienalltag reichen die 2GB Speicher allerdings vollkommen aus.


Fazit: Beide vorgestellten Online-Tools, die für unser Projekt die internen Kommunikationsansprüche am besten geeignet sind, schneiden bei der Nutzwertanalyse gut ab. Die Ergebnisse spiegeln vorallem wieder, dass die wesentlichen Charaktereigenschaften ihrer Nutzung, vollkommen zufriedenstellend sind. Beide können durch eine einfache Handhabung und kostengünstige Angebote punkten. Auch die Anmeldungsmodalitäten stellen keine größeren Probleme bei der Bewertung dar. Lediglich im Bereich Sicherheit müssen beide Programme hinterfragt werden, ob sie den Mehrwert der Nutzung nicht durch sicherheitspolitische Fragen verlieren.
Wer sich zur Dropbox nochmal eine alternative Auseinandersetzung wünscht, dem epfehle ich an dieser Stelle Vinnies Blog oder das folgende Video:


(Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=lnKZw6BI9jo )



Diskussion: Wo seht Ihr Vorteile der einzelnen Online-Tools, bzw. wie konform seid Ihr mit dem von mir angewandten Bewertungsgegenstand?



Quellen:


O.A. (2010). Datenschutz bei Online-Netzwerken. Abgerufen am 11.Dezember von http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855976/
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